Dienstag, 7. August 2012

verwirrung - altersbedingt? teil 2

erste erlebnisse wenn 50+ auf 70/80+ personen treffen hab ich schon beschrieben.
ein paar weitere erlebnisse, alle an einem tag passiert.

ieh bogks ned, teil 1:
die reiseleiterin verkündet 30' vor abfahrt am schiff über lautsprecheranlage lar und deutlich, dass die leute zum ausschiffen in der panorama lounge warten sollen, und nicht im kleinen bereich vor der rezeption beim ausgang.
was geschah: alles drängte sich, bei schlechtester luft, vor der rezeption zusammen, und wartete wie eine meute eingesperrter tiere, bis endlich die tür aufging und sie zum bus eilen konnten - wo die sitzplätze aber ohnehin klar festgelegt waren, sodass man nichts gewann wenn man erste/r im bus war.

ieh bogks ned, teil 2:
auf den exkursionen hatten wir 'quiet vox' geräte mit, das sind so kleine empfangskästchen mit kopfhörer, die es ermöglichen dem führer, der führerin zuhören zu können ohne in seiner/deren nähe zu sein, ganz praktisch.
die reiseleiterin erläuterte noch am vortag genau was zu tun sei - einschalten das gerät, warten, bis das gerät eigenständig den kanal findet, und dann lautstärke aufdrehen.
am morgen vor dem ausschiffen nochmals über lautsprecher erläutert - resumee: im bus chaos, weil viele es nicht schafften, das gerät betriebsbereit zu bekommen, also wurde viel zeit damit verbacht, den damen und herren das einschalten im 4-augenprinzip zu erläutern.

ieh bogks ned, teil 3:
jene damen die bereits bei der sitzplatzwahl den vogel abgeschossen hatten legten nach:
dame 1+2: "unser gerät geht nicht, wir hören sie nicht."
führerin: "schalten sie gerät aus und wieder ein."
dame 1+2: "haben wir eh schon gemacht, hören aber nichts."
führerin: "haben sie die lautstärke aufgedreht."
dame 1+2 (grantig)." na freilich, was glauben sie....."
führerin (geht zu den damen): " warten sie ich schau mir das an...."
(nach weiteren 2 sekunden)
dame 1+2: "jetzt geht's"
führerin:" die lautstärke war auf null."
dame 1+2: " wieso wir haben den lautstärkeknopf eh in die richtige richtung....."
führerin: "nein, sie müssen in die andere richtung........" (und geht ab ! der rest der zuhörer zieht sich mental in sich selber zurück und denkt sich......)

ieh bogks ned, teil 4:
beim ausflug gabs eine erste pause in einem hotel in veliko tarnovo, siehe bericht.
vor dem aussteigen erläutert die führerin ausführlichst über die buslautsprecheranlage, dass man ins hotel reingehen soll, dann im vorbereiteten saal beim eingang sich selbst eine flsche wasser und/oder kaffee nehmen soll, und das dann an einem tisch, wo noch kleine kekserl lagen, genießen soll.
5 minuten später sitzen die leute im saal, genießen aussicht, wasser, kaffee, und kekse (devise: was bezahlt wurde wird gegessen).
alle? alle bis auf zwei. als die führerin hereinkam beschwerten sie sich bitterböse dass der kellner sie noch nicht bedient hätte, und alle schon beim essen und trinken seien, das service hier grottenschlecht sei
die führerin erläuterte nochmals das prinzip der selbstversorgung, die zwei schienen es zu verstehen.

ieh bogks ned, teil 5:
kurz nach dem morgendlichen einsteigen in den bus erläuterte die führerin das programm, laut über lautsprecher, u.a. dass die fahrt ca. 3 stunden dauern werde.
nach ca. 30 sekunden eine frage aus den hinteren reihen: "können sie uns bitte auch sagen wie lange wir bis XY brauchen? eine stunde, oder eineinhalb?"
(vorhang fällt ;-)

ieh bogks ned, teil 6:
besuch der alten kirche in abanassi.
auf dem weg zur kirche - 5 minuten zu fuß - wies die führerin über quiet vox (jeder hatte ohrstöpsel im ohr und bekam info direkt aufs trommelfell) mehrfach darauf hin, dass photographieren verboten sei. vor dem eingang hing ein großes schild,dass unmissverständlich darauf hinwies, dass photographieren.....
in der kirche selbst hatten wir eine führerin die dort angestellt war. auch sie wies auf photographierverbot hin - keine 2 minuten später machte der erste alte herr anstalten ein foto zu machen.
die führerin wies ihn sehr vehement zurecht. seine antwort: "ich hab nicht gewusst, dass man hier nicht....."

ieh bogks ned, teil 7:
im alten haus in arbanassi gibts einen kleinen souvenirladen. die führerin wies darauf hin, dass die auch euros nehmen.
eine frau aus der gruppe kauft ein tuch um 3 euro, und möchte mit einem 100 euro schein bezahlen. die verkäuferin kann natürlich, wie zu erwarten, die 97 euro rausgeben. die käuferin wird motzig, wendet sich schnippisch an die reiseleiterin und meint, "soll ich den hunderter jetzt zerschneiden", noch immer nicht kapiert habend, dass man in einem land, in dem euro NICHT die landeswährung ist, NICHT erwarten kann, dass die auf einen 100 euro schein rausgeben können.

abschließend, das geschah alles an EINEM tag - derartige geschichten liefen jeden tag, senioren on the road, sozusagen.
resumee: meine liebe und ich hoffen, dass wir nicht auch einmal so werden